Die 7 Chakren

Unter den verschiedenen Chakren des menschlichen Körpers zählen sieben zu den Hauptchakren. Diese Chakren spielen in ganzheitlichen Heilungskonzepten eine wichtige Rolle, die auf jahrtausendealtem Wissen basiert. In den traditionellen Therapieverfahren werden Körper, Geist und Seele als ein zusammenhängendes System behandelt. Durch das Bewusstsein über die Chakren und die Arbeit mit ihnen werden weitreichende Harmonie und Balance angestrebt. Der Begriff Chakra stammt ursprünglich aus der alt-indischen Sprache Sanskrit und kann als „Ring“ oder „Rad“ übersetzt werden.

Wurzelchakra (Muladhara)

  • Sitz: am unteren Ende der Wirbelsäule, dem Beckenboden
  • Farbe: Rot
  • Steht für: Verbundenheit und Verwurzelung mit dem Leben, Stabilität und materielle Sicherheit
  • Wirkung: Als unterstes Chakra ist das Wurzelchakra die Quelle der Lebensenergie, das uns erdet und uns Stabilität verleiht. Körperliche Erschöpfung und Schwäche machen sich in diesem Chakra bemerkbar.
  • Meditations-Anleitung: Stell dir das Wurzelchakra als deine Energiequelle am Beckenboden vor, die ihr warmes, rotes Licht durch den ganzen Unterleib strömen lässt und diesen Bereich erwärmt.

Sakralchakra (Svadisthana)

  • Sitz:  etwa drei Fingerbreit unter dem Bauchnabel
  • Farbe: Orange
  • Steht für: Kreativität sowie schöpferisches Denken und Handeln, Lebensfreude, Sinnlichkeit und sexuelle Energien
  • Wirkung: Das Sakralchakra erlaubt es uns, unsere Kreativität und Lebenslust auszuleben. Außerdem gilt es als Zentrum der weiblichen Energie. Sind wir ständig traurig oder leiden unter häufiger Müdigkeit, kann das mit dem Sakralchakra zusammenhängen.
  • Meditations-Anleitung: Konzentriere dich auf deinen Unterleib unterhalb des Bauchnabels und stelle dir das Sakralchakra als orangene Lichtblüte vor, die sich langsam im ganzen Körper entfaltet, deine Laune verbessert und dir neue Energie verleiht.

Nabelchakra (Manipura)

  • Sitz: oberhalb des Bauchnabels, auf dem sogenannten „Sonnengeflecht“
  • Farbe: Gelb
  • Steht für: Durchsetzungs- und Willenskraft sowie selbstbewusstes Auftreten
  • Wirkung: Das dritte Chakra dient als zentraler Speicher für das sogenannte Prana, die Lebensenergie. Stress und innere Anspannung machen sich am ehesten hier bemerkbar.
  • Meditations-Anleitung: Stell dir vor, dass ein warmer gelber Sonnenstrahl den Bereich über deinem Nabel wärmt und sich von dort ausbreitet. Das warme gelbe Sonnengeflecht erfüllt dich mit Ruhe und Frieden.

Herzchakra (Anahata)

  • Sitz: auf Höhe des Herzens in der Brust
  • Farbe: Grün
  • Steht für: ein herzliches, offenes, mitfühlendes sowie tolerantes Wesen
  • Wirkung: Unser Herzchakra gibt uns unsere sanften Wesenszüge – es verleiht uns die Fähigkeit, zu lieben, Geborgenheit zu schenken und anzunehmen und anderen gegenüber mitfühlend zu sein. Ist es nicht im Gleichgewicht, kann das zu Einsamkeitsgefühlen, Traurigkeit oder gar einer depressiven Verstimmung führen.
  • Meditations-Anleitung: Stelle dir das Herzchakra als eine saftige hellgrüne Frühlingswiese in deinem Brustraum vor. Sein sanftes Licht lässt Liebe und Mitgefühl wie Blumen erblühen und durchströmt von der Brust ausgehend den ganzen Körper.

Halschakra (Vishudda)

  • Sitz: Halsbereich
  • Farbe: Hellblau bis Türkis
  • Steht für: Musikverständnis und alle Formen der Kommunikation, insbesondere der Sprache
  • Wirkung: Mit dem Halschakra nehmen wir Klänge und Worte wahr und verarbeiten jegliche Kommunikation. Störungen verstärken Hemmungen und Schüchternheit sowie Verärgerung.
  • Meditations-Anleitung: Das Halschakra lässt sich gut als glatte Seeoberfläche oder als Himmel visualisieren. Stell dir vor, wie du klares Prana einatmest und es als hellblauer Strahl durch den Hals und dann in den restlichen Körper fließt.

Stirnchakra (Ajna)

  • Sitz: als „drittes Auge“ zwischen den Augenbrauen
  • Farbe: Dunkelblau
  • Steht für: Weisheit, Fantasie, Erkennung eigener Ziele
  • Wirkung: Das Stirnchakra hilft uns dabei, unsere eigenen Wünsche und Ziele besser zu verstehen, was uns wiederum ermöglicht, achtsamer und bewusster mit uns selbst umzugehen. Ist es blockiert, kann sich das durch Überheblichkeit, übermäßigen Ehrgeiz und Eitelkeit bemerkbar machen.
  • Meditations-Anleitung: Konzentriere dich auf den Punkt zwischen deinen Augenbrauen und stimme dich so auf das Stirnchakra ein. Dann stelle dir einen samtigen, dunklen Nachthimmel vor. Die Nacht überträgt ihre Ruhe und Stille auf dich und streift dich wie ein kühler Wind, der erst durch den Kopf und dann durch den restlichen Körper strömt.

Scheitelchakra (Sahasrara)

  • Sitz: am höchsten Punkt des Hinterkopfes
  • Farbe: Violett
  • Steht für: den Glauben und Spiritualität sowie für ein reines Bewusstsein
  • Wirkung: Die Spiritualität, die mit dem siebten Chakra, also dem Scheitelchakra verbunden wird, verleiht tiefen inneren Frieden und kann bei Störungen für Größenwahn sorgen.
  • Meditations-Anleitung: Stelle dir das Scheitelchakra als Lichtblüte in kristallklarem Violett in deinem Kopf vor. Sie breitet sich langsam aus und ihr heilendes Licht verleiht inneren Frieden und Gelassenheit, was sich nach und nach im ganzen Körper ausbreitet.